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"Ohne Gesicht"

"Bei diesem Stück muss man sehr genau hinhören, so verzwickt ist die Geschichte. Aber man tut das auch, denn "Ohne Gesicht" von Irene Ibsen-Bille ist so fesselnd, dass man jedes Detail verstehen möchte. [...] Claudia Rüll Calame-Rosset hat vor kalte Metallwände nur ein langes Sofa auf die Bühne gestellt, auf dem sich ein furioser Schlagabtausch zwischen den Ehepartnern entwickelt. [...] Dieter Nelle schafft es, über achtzig Minuten im Bühnenraum eine gewaltige Spannung zwischen Vincent und Luise aufrechtzuerhalten. Maarten Güppertz gibt Vincent als einen verletzten und zugleich kämpfenden Menschen, und Martina Guse ist fulminant, wenn sie als verunsicherte Luise nur noch stammeln kann."
Stuttgarter Zeitung, 08.03.10


"Die Stärke dieses Schauspiels ist ein fein ziseliertes Beziehungsgeflecht zwischen zwei permanent auftretenden und zwei nicht auftretenden, aber am Drama nicht weniger beteiligten Personen. [...] Dass uns das Stück bis zum Schluss in Atem hält, verdanken wir der Regie von Dieter Nelle, dem Spiel von Maarten Güppertz als Demalènes und Martina Guse als Luise Demalènes. Sie geben dem schnellen, von Wortgeklingel unbelasteten Dialog Stimme und Gebärde für die psychologischen Verästelungen. Die ständige Einmischung der Kieselgeräuschkulisse (Claudia Rüll Calame-Rosset) ist ein nerviger Hinweis aufs bürgerlich Versteinerte."
Kultur, April 10


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